Unsere diesjährige Mitgliederversammlung fand am 8. Dezember im passenden Umfeld des BadenCampus in Breisach statt. Als Gastgebende boten sowohl die Stadt als auch der BadenCampus den idealen Rahmen für einen Abend, der von Austausch, Impulsen und wichtigen Weichenstellungen geprägt war.
Impulse aus dem Präsidium und den Vorständen: Ein Blick in die Zukunft der Region
Zum Auftakt richtete Dr. Johannes Dreier, der das Präsidium der Klimapartner für Vereinspräsident Carsten Gabbert vertrat, sein Grußwort an die Mitglieder. Er betonte die Bedeutung einer starken, grenzüberschreitenden Region und erinnerte daran, dass Transformationsfragen trotz wechselnder politischer Konjunkturen langfristig ökonomischen Mehrwert schaffen.
Die drei Energieversorger im Vorstand öffneten einen unmittelbaren Blick „in den Maschinenraum“ der regionalen Transformation:
Bernhard Palm (Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden): Energie als Fundament einer leistungsfähigen Region
Bernhard Palm zeigte auf, wie zentral der Ausbau erneuerbarer Energie für die wirtschaftliche Entwicklung des Südens ist und welche Herausforderungen dabei noch bestehen:
- Windkraft in Baden-Württemberg: Rund 40 Anlagen befinden sich allein beim E-Werk Mittelbaden in der Pipeline, doch steigende Bau- und Finanzierungskosten gefährden die Realisierung.
- Appell an die Politik: Der Süden Deutschlands müsse stärker mitgedacht werden – insbesondere wegen der industriellen Nachfrage und der wachsenden Bedeutung von Rechenzentren.
- Regionale Erzeugung sei unabdingbar, um Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit zu sichern.
- Sein Fazit: „Erneuerbare Energie ist für mich Freiheitsenergie.“
Dirk Sattur (Vorstand Badenova): Priorisierung und Planbarkeit für Unternehmen
Dirk Sattur schilderte den immensen Zuwachs an Anschlussanfragen:
- 4 Milliarden Euro Investitionsvolumen stehen im Raum,
- über 600 Gigawatt an Energiespeicher-Projekten,
- zusätzlich wachsende Energiebedarfe durch Rechenzentren.
Er betonte die Notwendigkeit einer klugen Priorisierung von Netzanschlüssen, damit wirtschaftsrelevante Projekte nicht durch „first come, first serve“ ausgebremst werden. Zudem verwies er auf die Bedeutung gemeinsamer Lobbyarbeit, um Wettbewerbsfähigkeit und faire Stromumlagen zu sichern – wichtig für eine Region, die aktuell viele Insolvenzen verkraften muss.
Klaus Müller (CFO naturenergie): Regionale Investitionen ermöglichen
Klaus Müller rückte die Finanzierungsseite der Transformation in den Fokus:
- Kapital komme in die Region, wenn der Standort attraktiv und investitionsfreundlich sei.
- Weniger Regulierung und mehr unternehmerische Freiheit seien dafür entscheidend.
- Nachhaltigkeit bedeute auch, zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln – Innovation und Freiräume seien dafür zentrale Voraussetzungen.
Was die Klimapartner im Jahr 2025 bewegt haben
Im Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung wurde deutlich, wie breit die Klimapartner regional wirken.
Geschäftsführer Dr. Fabian Burggraf stellt die Kennzahlen des Vereins vor:
- 13 hauptamtliche Mitarbeitende,
- 141 Mitglieder aus Unternehmen, Kommunen, Wissenschaft, Finanz- und Energiebranche,
- 10 (!) Förderprojekte, mit denen die Klimapartner ökologische Transformationsprozesse in der Region aktiv beschleunigen
Was bewegen die Klimapartner?
Fazit: Ein Jahr sichtbarer Transformation
2025 haben die Klimapartner Südbaden nicht nur beraten und vernetzt, sondern entscheidend umgesetzt.
Durch Effizienzprojekte, KI-Weiterbildung, Kommunalberatung und den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft entsteht in Südbaden ein zunehmend resilienter, nachhaltiger und innovativer Wirtschaftsraum.
Stimmen aus Breisach und dem Beirat
Grußwort Bürgermeister Oliver Rein
Als Stadtoberhaupt des Gastgebers und Klimapartner-Mitglied Breisach betonte Bürgermeister Oliver Rein die Bedeutung verlässlicher Partnerschaften in herausfordernden Zeiten und erinnerte an die europäische Geschichte Breisachs. Als Europastadt sei Breisach prädestiniert für grenzüberschreitende Zusammenarbeit – ein Ansatz, den auch die Klimapartner konsequent verfolgen.
Bericht des Beirats – Prof. Dipl.-Ing. Alfred Isele
Einblicke in aktuelle Innovationspotenziale:
- Hohe Abwärmepotenziale in regionalen Unternehmen (z. B. gezeigt bei Schott Pharma),
- Bioökonomie-Analyse der Stadt Freiburg,
- Forschungsansätze wie intelligente Schrauben mit Sensorik.
Finanzen, Entlastung und Ausblick
Schatzmeister Lars Hopp erläuterte die Bilanz 2024. Die Mitglieder erteilten dem Vorstand einstimmig die Entlastung. Im gleichen Zug wurde der Haushaltsplan für 2026 einstimmig verabschiedet.
Mit großem Dank wurde Lars Hopp aus seiner mehrjährigen Funktion als Schatzmeister der Klimapartner verabschiedet.
Satzungsänderung und Vorstandswahlen
Die vorgeschlagene Satzungsänderung — die Erweiterung des vertretungsberechtigten Vorstands — wurde angenommen.
Im Anschluss erfolgte die Wahl des Vorstands. Vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurden folgende Institutionen:
- badenova
- E-Werk Mittelbaden
- naturenergie
- Sparkasse Freiburg
- Siemens
- RMA Rheinau GmbH & Co. KG
- Volksbank Lahr
- Handwerkskammer Freiburg
- Hochschule Offenburg
- IHK Südlicher Oberrhein
- Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
- Landkreis Waldshut
- Landkreis Lörrach
- Stadt Freiburg
- Stadt Offenburg
- Verband Region Südlicher Oberrhein
Als neue Gesichter begrüßen wir im Klimapartner Vorstand (auf dem Bild v.l.n.r., mittig der aktuelle 1. Vorsitzende Wolfgang Brucker):
Andreas Truttenbach (Geschäftsführer RMA Rheinau GmbH & Co. KG)
Klaus Müller (CFO naturenergie)
Reiner Richter (Vorstand Volksbank Lahr eG)
Dirk Sattur (Vorstand badenova AG & Co. KG).
Herzlichen Dank und herzlich willkommen im Vorstands-Gremium der Klimapartner! Die konstituierende Sitzung findet im Februar 2026 statt.






























