Stand 05.05.2026
Wirtschaftlichkeit, Betriebsstrategien und konkrete Anwendungsbeispiele standen im Mittelpunkt der Online-Veranstaltung am 25. November 2025, zu der rund 80 Teilnehmende zusammenkamen. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Freiburg hatte das KEFF+Team der Klimapartner Südbaden eingeladen. In kompakter Form erhielten die Teilnehmenden Einblicke in zwei zentrale Bausteine moderner Energiekonzepte: dynamische Stromtarife und Batteriespeicher. Die Referenten verdeutlichten anhand realer Daten und Praxisbeispiele, wie Unternehmen ihre Energiekosten aktiv steuern und wirtschaftliche Vorteile erzielen können.
Dynamische Stromtarife: neue Spielräume für Planung und Kostenvorteile
Boris Käser, Vorstandsvorsitzender der e.optimum AG, zeigte zunächst, wie sich dynamische Tarife von klassischen Festpreisverträgen unterscheiden. Während Festpreise Sicherheit bieten, eröffnen dynamische Tarife durch die Anbindung an den Spotmarkt die Chance auf spürbare Kosteneinsparungen. Seit Oktober 2025 gelten viertelstündliche Preisintervalle, also 96 Preisstellungen pro Tag, wodurch Unternehmen deutlich präziser auf Preissignale reagieren können.
Besonders profitieren Betriebe mit flexiblen oder in Nebenzeiten liegenden Lasten – z. B. produzierendes Gewerbe, Landwirtschaft oder Betriebe mit Schichtbetrieb. Auch Unternehmen, die Verbrauchsprozesse verschieben oder mit PV-Anlagen kombinieren können, erschließen weitere Einsparpotenziale.
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Batteriespeicher als multifunktionales Werkzeug im Energiemanagement
Im zweiten Impuls zeigte Michael Soukup (ASD Automatic Storage Device GmbH), dass Batteriespeicher weit mehr leisten als die klassische Eigenverbrauchsoptimierung. Moderne Systeme übernehmen heute gleich mehrere Funktionen parallel:
- Eigenverbrauchsoptimierung – PV-Überschüsse speichern und später nutzen.
- Lastspitzenkappung – Spitzen reduzieren und Netzentgelte senken.
- Einkaufsoptimierung – günstigen Börsenstrom beziehen und teureres Stromfenster vermeiden.
- Notstromfunktion – Versorgung kritischer Verbraucher im Inselbetrieb.
- Multiuse-Betrieb über ein EMS, das verschiedene Betriebsstrategien intelligent kombiniert und visualisiert.
Ein reales Anwendungsbeispiel zeigte eindrucksvoll, wie Speicher im Multiuse-Betrieb gleichzeitig Lastspitzen senken, PV-Eigenverbrauch erhöhen und Beschaffungskosten optimieren können.
Die gezeigten Referenzprojekte – etwa bei Keller Blechtechnik, Eschler Textil oder einem energieautarken Neubauprojekt – verdeutlichten, dass Batteriespeicher heute sowohl zur Kostenstabilität, zur Autarkie als auch zur Netzentlastung beitragen. Zudem wurde betont, dass Speicherlösungen flexibel skalierbar sind und damit mit den künftigen Anforderungen eines Unternehmens wachsen können.
Es wurde deutlich, dass sowohl dynamische Tarife als auch Batteriespeicher immer individuell zu bewerten sind – abhängig von Lastgang, Anlagengröße, Platzverhältnissen und zukünftigen Anforderungen (z. B. E-Ladeinfrastruktur). Für weitere Beratungen stehen die Referenten der Veranstaltung gerne zur Verfügung





